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Dokumentation rechter Gewalt: Linke Zentren im Fokus

Erik Storch mit hammer
(Foto: ausdemweg.net)

Der Berliner NRJ-Aktivist Erik St. (rechts) nach dem Angriff am 29. Mai 2025 (links).

Mitte Mai 2025 griffen rechte Jugendliche das linke Hausprojekt „Zelle 79“ in Cottbus an. Sie versuchten ins Haus einzudringen und legten einen Brand. Das Hausprojekt war bereits im März Ziel eines rechten Angriffs geworden. 

Ende Mai 2025 griffen 15 bis 20 Personen mit Schlagstöcken die linke Kneipe „Hirsch Q“ in Dortmund an. Die Angreifer sollen zuvor bei einem Treffen der Neonazipartei „Die Heimat“ gewesen sein. Den Weg zum Tatort dokumentierten die Angreifer auf ihren Social Media Kanälen. 

Ebenfalls Ende Mai 2025 griffen sechs vermummte Jugendliche das "Offene Antifa Treffen" (OAT) in Berlin-Hohenschönhausen an. Nachdem sich das OAT selbstständig gegen den Angriff verteidigte, versuchte die Polizei einen Durchsuchungsbeschluss für die Räumlichkeiten des OAT zu erwirken. 

Am 29. Mai 2025 griffen circa acht Neonazis auf Fahrrädern die linke Kneipe „Fischladen“ in Berlin-Friedrichshain an. Mit Hämmern und Schlagstöcken bewaffnet raubten die Neonazis ein Transparent und versuchten in die Räumlichkeiten einzudringen, was verhindert werden konnte. Die Jugendorganisation der Neonazipartei „Der III. Weg“ bekannte sich über Social Media indirekt zu dem Überfall. 

In Berlin-Lichtenberg kam es bereits im März 2025 zu einem Angriff: Etwa 15 Neonazis lauerten einer Gruppe linker Jugendlicher auf. 

Im März 2025 griffen 30 bis 40 Neonazis den Jugendclub „Jamm“ in Senftenberg an. Auch hier versuchten die Angreifer in das Gebäude einzudringen. Im März 2025 wurde außerdem öffentlich, das der alternative Jugendclub „Erebros e.V.“ in Spremberg im Oktober und November 2024 Ziel mehrerer rechter Angriffe geworden war. 

In Leipzig-Lößning wird laut Bewohner*innen mehrmals die Woche ein Studierendenwohnheim von rechten Jugendlichen angegriffen. 

Diese Aufzählung ist unvollständig, es lässt sich aber eine starke Zunahme der Neonazi-Aktivitäten gegen explizit nicht-rechte Räumlichkeiten feststellen.