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Die AfD bringt Neonazi-Rocker in Bezirksvertretung

Dennis Busch AfD
(Bild: Montage mit Screenshot X/InfoportalDUS)

Dennis Busch (T-Shirt „Ghost Gang MC“) mit Ralf Nieland (links daneben) bei einer „Ghost Gang MC“-Feier 2023.

Der wegen Körperverletzung verurteilte Neonazi Ralf Nieland feiert einen seiner "Ziehsöhne" als möglichen „Bundeskanzler“, denn einer „ihrer Leute“ habe die Rocker-Kutte gegen einen Anzug getauscht und mache Politik mit der AfD.

Konkret sitzt der Neonazi Dennis Busch im Anzug für die AfD in der Bezirksvertretung Düsseldorf Garath-­Hellerhof. Als der AfD-­Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich zu einem Vortrag in sein Wahlkreisbüro nach Dortmund-Dorstfeld einlud, begrüßte er dort auch den Düsseldorfer Neonazi. 

Busch war Akteur bei der extrem rechten Gruppierung „Bruderschaft Deutschland“ (BSD) und gilt (zumindest zeitweilig) als Fullmember des Neonazi-­Rockerclubs „Ghost Gang MC“. Nieland postete ein Foto seines "Zöglings" in „Ghost-Gang“-Kutte. Demnach hatte der AfD-Bezirksvertreter im Wuppertaler Chapter zu dem Zeitpunkt der Foto-Aufnahme den Rang eines „Sgt-at-Arms“ und war dort für Disziplin und Sicherheit verantwortlich. Bei MMA- oder Kickbox-Kämpfen trat er bereits für den MC in der Ring.

Noch 2021 inszenierte sich Busch mit der „Bruderschaft Deutschland“. Fotos zeigten ihn mit Protagonisten der „Bruderschaft Deutschland“ wie Kai K., Ralf Nieland und anderen neonazistischen „Brüdern“ Arm in Arm. 

Im April 2020 hatte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf bei Ralf Nieland noch wegen „waffenrechtlicher Verstöße“ durchsucht. Ursprünglich aus dem Hooligan-Milieu von Fortuna Düsseldorf stammend, vernetzte er in der „Bruderschaft Deutschland“ Hooligans, Rocker und Neonazis. 

Nach der Verhaftung der rechten „Terrorgruppe S.“ im Februar 2020 gab es Hinweise auf eine Nähe Nielands zu dieser Gruppe. Der Beschuldigte Tony E. trug T-Shirts der „Bruderschaft Deutschland – Sektion Süd“.

Dass sich nunmehr auch einige „Knockout 51“-Anhänger der „Ghost Gang MC“ angeschlossen haben, verwundert kaum. Als Unterstützung zum Prozessauftakt gegen einige Neonazis von „Knockout 51“ am 21. August 2023 reiste eine Gruppe Neonazis aus NRW nach Jena, unter ihnen Benjamin Sch. und Dominik B. aus dem Kreis des „Ghost Gang MC“.