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Das RechtsRock Geschäft - »Moderne Zeiten«?

Einleitung

Mit einer Auflage von 10.000 Stück (eigene Angabe) startete im April letzten Jahres das Düsseldorfer Neonazi-Skinheadhead-Fanzine "Moderne Zeiten" (MZ). Das angestrebte Ziel, »...eine breit gestreute, monatlich erscheinende, bundesweite Szene-Zeitung über bzw. mit nationaler Gegenkultur von Rechts zu etablieren» war für die Macher wohl doch etwas zu hoch gegriffen. Dabei kann das Fanzine auf eine lange Geschichte zurückgreifen.

Lemmer Eitel
(Bild: Faksimile)

Die RechtsRock-Geschäftsleute Torsten Lemmer (links) und Christian Eitel (rechts)

Entwicklungsgeschichte

Begonnen hatte alles Ende der 1980iger Jahre mit dem »Querschläger« als Mitteilungsblatt des FAP-Kreisverbands Essen. Mit dem Motto »Pressefrechheit gegen Meinungseinfalt« entwickelte sich das Blättchen zu einem Kult-Fanzine der "Bonehead"-Szene.1 Inhaltlich lag es dabei auf der Linie des sogenannten Anti-Kühnen-Flügel der „Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei“ (FAP) um den Bundesvorsitzenden Friedhelm Busse und den damaligen Generalsekretär Jürgen Mosler. So brachte die »Querschläger«-Redaktion als Nachruf auf den im April 1991 verstorbenen Michael Kühnen, das Urteil eines »schwulen Pseudo-Nazi« heraus. Das Heft war innerhalb der NS-Skinhead-Szene („Boneheads“) sehr populär und soll eine Auflage bis hin zu 800 Exemplaren gehabt haben. Als einer der Köpfe hinter dem "Querschläger" fiel Andreas Zehnsdorf auf, dem szene-intern wohl das Autoren-Pseudonym "Martin Schmitt" zugerechnet worden sein soll.

Neuer Name, neues Konzept

Ende 1991 stellte der »Querschläger« nach internen Konflikten sein Erscheinen ein und wurde von Teilen der Redaktion in das »Ketzerblatt Frontal« umgewandelt. Als treibende Kraft hinter dem neuen Projekt trat weiterhin Andreas Zehnsdorf aus Essen in Erscheinung. Für die letzte Ausgabe wurde der REP-Funktionär und Plattenladen Betreiber Bernd Buse aus Düsseldorf als Verantwortlicher benannt. Das Konzept, eine Bonehead-Zeitung unabhängig vom Parteiengeklüngel breit zu etablieren, wurde geboren. Mit einem professionellen Layout, Berichten, Interviews über und mit Neonazi-Bands wie „Störkraft“, „Radikahl“, „Kahlkopf“ oder mit dem „Wiking Jugend“ Barden Frank Rennicke (Ehningen) sollten die kulturellen Ergüsse der Neonazis über die "Boneheads"-Szene hinaus verbreitet werden. Gleichzeitig sollte die Zeitung als einigender Faktor innerhalb der Szene wirken. So fanden sich im „Frontal“ auch Berichte über die „Skingirl Front Deutschland“ (SFD), ein Interview mit dem ehemaligen NF-Mitglied Josef Saller (sitzt wegen rassistischer Brandstiftung und Totschlag im Gefängnis), ein Bericht über das „Nationale Infotelefon“ (NIT) in Wiesbaden und der regelmäßige Abdruck der HNG-Gefangenenliste wieder. 

Das Echo der Neonaziszene ließ nicht lange auf sich warten. So bedankte sich z.B. der kürzlich zu zehn Jahren Haft verurteilte VAPO-Führer Gottfried Heinrich Küssel aus Wien für die Zusendung der „Frontal“ Ausgabe Nr. 2, »...damit man drinnen auch weiß was draußen so läuft.« Oder die englische Band „Skrewdriver“, Initiatoren des internationalen Bonehead-Netzwerks „Blood & Honour“ (B&H) urteilten »Wir von Skrewdriver finden, daß es eine sehr gute Zeitung, mit sehr guter Aufmachung ist (...) und wünschen viel Glück für den Kampf um White Power.« 

Der Grundstein für eine enge Zusammenarbeit im gemeinsamen »Kampf um White Power« war gelegt und „Frontal“ (bzw. "Moderne Zeiten"; siehe Artikel weiter unten) wurde Teil des „Blood & Honour“ Netzwerks. In der ersten deutschen Ausgabe des gleichnamigen Fanzines („Blood & Honour“ Nr. 1 / Sommer 1993) werden unter der Rubrik »Weiße Presse« einzelne Teile des Netzwerks aufgeführt. „Moderne Zeiten“ wird an dieser Stelle u.a. neben „STORM“, dem Mitteilungsblatt der schwedischen Terrororganisation VAM (Weißer Arischer Widerstand) und der US-Ausgabe von B&H genannt. 

So ist es auch nicht verwunderlich, wenn Ian Stuart Donaldson (Ex-Sänger von „Skrewdriver“ und Ex-Chef von B&H) die Kameraden von „Frontal“/„Moderne Zeiten“ bei ihrer Arbeit unterstützte. Er hinterließ vor seiner im September angetretenen „Heimfahrt nach Valhalla“ in der „Frontal“ Nr. 6 (Feb./März 1993) und der „Moderne Zeiten“ Nr. 1 (April 1993) seiner Fan-Gemeinde noch ein Interview mit der Parole »Skrewdriver will never die...!!«

Spex von Rechts?

Mit der Einstellung »... eines der besten deutschen Fanzines "Frontal", das »nahtlos in das noch professionellere Nachrichtenblatt "Moderne Zeiten"« überging (B&H Deutsche Ausgabe Nr. 1), wollten die Macher »neue Zeiten anbrechen« lassen. »Wir befinden uns in einer Zeit des Umbruchs. Umbruch auf allen Ebenen: Ideologien, Machtsystem, Lebensräume und nicht zuletzt kulturelle Artikulationen. Vorbei die Zeit, als haschisch geschwängerte Peacekids (...) in orgastischen Massenhappenings glaubten, eine neue Weltordnung installieren zu können.« (MZ Nr. 1). 

Eine neue Weltordnung aufzubauen hat sich auch die Trägerschaft von „Moderne Zeiten“ vorgenommen. Ihr Ziel ist dabei, für eine extrem rechte Gesellschaft die passende NS-Jugendbewegung aufzubauen und bereitzuhalten. Die Subkultur der „Boneheads“ ist dabei das Mittel zum Zweck. Über ihre Musik und Inhalte sollen neofaschistische Positionen unter weite Teile der Jugend gebracht und dort gesellschaftlich etabliert werden. Der rechte Parteifunktionär Manfred Rouhs, der anfangs Mitherausgeber von MZ war, bringt dies auf den Punkt: »Hat der (...) Jugendliche erst einmal an Bands, die patriotische Motive in ihren Texten verarbeiten, Gefallen gefunden, dann fragt er möglicherweise nach Mehr, nach dem Woher und Warum des Nationalismus, das ist der Moment in dem wir von „Europa Vorn“, zuschlagen, ihm Inhalte und Kontakte bieten müssen.«

Als Personenkreis hinter dem Blatt "Moderne Zeiten" dürften mittlerweile Andreas Zehnsdorf und Torsten Lemmer stehen. Später traten Kurt Winter (Nr. 3 und 4), Willi Schobert (Nr. 5 bis 8) und Frank Krämer (Nr. 9 bis 12) für das Blatt auf.

Die „Neue Rechte“ und die „Boneheads“

Mit Rouhs engagierte sich kein Unbekannter für MZ. Seit 1987 erscheint in Köln die Postille der „Neuen Rechten“, »EUROPA VORN« (EV), unter seiner Federführung. Auf den ersten Blick erscheint das Engagement des Schlips-und-Kragen-Rouhs in der „Bonehead“-Szene noch skurril. Genauer betrachtet verfolgt er damit jedoch das Ziel der „Neuen Rechten“, ihre politischen und kulturellen Inhalte in alle Kreise der Gesellschaft zu tragen. Angestrebt wird die sogenannte kulturelle Hegemonie, um auf diesem Weg die Gesamtgesellschaft hin zum Neo-Faschismus zu verändern. 

Über den Umweg der „Boneheads“ will Rouhs eine solche kulturelle Hegemonie unter Jugendlichen erreichen. Rouhs scheint sich dabei in finanzielle Schwierigkeiten gebracht zu haben. Durch den Verkauf extrem rechter Musik sollen nun Finanzlöcher ausgeglichen werden. Um den Verkauf der Platten anzukurbeln, war er gezwungen das gesamte Angebot des »MZ-Vertrieb« in »Europa Vorn aktuell« abzudrucken. Statt Inhalten bietet die Zeitung seit Juni 1993 ihren LeserInnen lieber »Sauf- und Rauflieder im knalligen Oi-Sound« Marke „Springtoifel“ oder die »... lustige neue Oi-Kapelle« „Rabauken“, »deren Vaterländische Musik« mit Titeln wie »Bier macht uns lustig und froh«, »zu begeistern versteht«. („Europa Vorn“ Nr. 60) 

Dabei ist Rouhs wohl der einzige, der davon begeistert ist. Seine Herangehensweise hat innerhalb der „Neuen Rechten zu Auseinandersetzungen geführt. Michael Walker (Köln), der Herausgeber der englischen Neonazi-Zeitung „Scorpion“ und einer der Köpfe der Europäischen „Neuen Rechten“ , der selber zum ständigen Mitarbeiterkreis von „Europa Vorn“ gehörte, ist dabei federführend. »Skinheads (Walker meint damit Neonazi-Skins, d.Red.) sind typische, verwöhnte Bälger der modernen Erziehung und der materialistischen Gesellschaft (...). Sie haben alle Gesichtszüge der vergangenen Brutalität der Nazis; ihnen fehlen die Qualitäten Loyalität und Mut sowie alle Liebe zum Volk. (…) sie sind Hinterweltler durch und durch.« („Europa Vorn“ Nr. 6). Walker bezieht sich damit auf die Erfahrungen, die die englische „National Front“ (NF) in den 1980iger Jahren mit ihren Versuchen, „Boneheads“ zu erziehen und zu benutzen, gemacht hat. Dies ist mit dem Abrutschen der Partei von einer Massenbewegung hin in die Bedeutungslosigkeit einer militanten Splittergruppe einher gegangen. Inzwischen ist Rouhs aus dem »Moderne Zeiten «-Projekt wieder ausgestiegen.

Dennoch hält er an seinem eingeschlagenen Kurs gegenüber „Boneheads“ fest. So vertreibt »Europa Vorn aktuell« weiterhin die gesamte Palette von Neonazi-Rock. Was für diese Trennung letztendlich ausschlaggebend war, ist nicht bekannt, beide Seiten haben nichts darüber verlauten lassen. In gutem Einvernehmen wird es aber sicher nicht gegangen sein, da der nach dem Ausstieg gegründete eigene "Europa-Vorn-Vertrieb" (EV-Vertrieb) „Störkraft“-Artikel nicht mehr anbietet bzw. nur noch die Restbestände abstößt. Auf einer ganzseitigen Anzeige in „Europa Vorn“ Nr. 60 (1993) kündigt Rouhs sogar den Aufbau einer eigenen Plattenfirma, der „Tonträgerproduktion Manfred Rouhs“, an. Dazu fehlen ihm nur noch die Bands: »Ihr habt einen Namen und Perfektion zu bieten und sucht das richtige Label? Meldet euch bei uns! Wir brauchen nicht jeden, aber vielleicht brauchen wir gerade euch.« Unter dem Namen "Manfred Rouhs Tonträgerproduktion" oder "MR-Records" oder "MR Vertrieb gelang es ihm die CD "Balladen für Deutschland" von Rene Heizer (eigentlich Ingo Halberstadt) aus Köln auf den Markt zu bringen. Wollen wir hoffen, dass sich Rouhs mit seinem eingeschlagenen Weg dorthin begibt, wo die englische NF ist: dicht an der Bedeutungslosigkeit. 

Aktueller Stand

Neben Rouhs wurde das »Moderne Zeiten«-Projekt, zu dem noch der gleichnamige MZ-Vertrieb und das Plattenlabel „Dorfmusik“ gehört, von einem breiten Personenkreis ins Leben gerufen: der „LER & Partner GmbH“ (Lemmer-Eitel-Rouhs) nach dem Ausstieg von Rouhs umbenannt in »CREATIVE ZEITEN GmbH«.2 Ihr gehören mit Torsten Lemmer, Christian Herrmann Josef Eitel, Andreas Zehnsdorf (und später Jan Zobel) ebenfalls keine Unbekannten an (siehe unten). 

Bereits kurz nach Erscheinen der ersten Ausgabe der „Moderne Zeiten“ (Nr. 4 / 1993) wurden erste Schwierigkeiten sichtbar: Angekündigt war eine monatliche Zeitung mit aktuellen Themen. Auf die Doppelausgäbe 3 & 4 mussten die LeserInnen zwei Monate, auf die Doppelausgabe 5 & 6 (12 Seiten für 6,- DM) bereits drei Monate warten. Nach weiteren drei Monaten gab es eine »Notausgabe« 7 & 8 (vier Seiten und vier Seiten Versand für 3,- DM). Hier scheint es ernsthafte Schwierigkeiten zu geben, der Umfang ist geringer und die Erscheinungsweise seltener als beim Vorläufer „Frontal“. 

Die neueste Ausgabe wurde Mitte Februar 1994 verschickt. Die Entwicklung wird durch sie bestätigt: Der Preis ist wieder teurer geworden, viele Versandartikel werden zu noch höheren Preisen angeboten. Inhaltlich liegt die Zeitung um einiges neben dem »Trend einer jungen Generation«. So wird in der ersten Ausgabe die Düsseldorfer Band »08/15«, vom befreundeten "Dorfmusik"-Label3 produziert, als die neue "Kultband" der Rechten überhaupt vorgestellt. Die Band wurde 1991 von Rainer Sebrecht, Ingo Wolff und Oliver Podjaski gegründet. „08/15“ ist immerhin so »aktuell«, dass die Band nach einem halben Jahr wieder einschlief und in dieser Zeit genau eine Demo-Kassette mit »mäßiger Tonqualität« (MZ Nr. 5 & 6) produziert hat.

Der Trend zum „Aktuellen“ hat sich in der zweiten Ausgabe fortgesetzt, hier wird ein zehn Jahre altes Interview mit der »ersten deutschen nationalistischen Rockband« „Ragnarock“ als die Sensation verkauft.4 Unter der Überschrift »Hemmungslos und geil: Monique« wurde in der dritten Ausgabe die erste Renee-Band der Szene angekündigt. Inzwischen ist klar, dass diese Band genau so ein Flop wie »08/15« ist. Sie sollte ebenfalls von "Dorfmusik" produziert werden, hat aber noch nicht einmal eine Demo-Kassette veröffentlicht und sich bereits nach drei Monaten wieder aufgelöst. Der Name wird von der »Frontfrau« Monique Werner weiter benutzt.

Alles in allem hält die Zeitung inhaltlich nichts von dem, was sie verspricht. Sie dient einzig dazu, den Verkauf von Platten anzuheizen und damit Geld von den eigenen "Kameraden" zu einzunehmen. Dass die Zeitung nicht im »Trend« liegt, haben sogar die Macher erkannt. So bezeichnen sie die neue Ausgabe nicht mehr als »Zeitschrift für Musik und Trends« sondern nur noch als »Zeitschrift für Musik«. Die weitere Zukunft von MZ sieht nicht vielversprechend aus. Mit der Ausgabe Nr. 5 / Nr. 6 wurde ein Bettelbrief unter dem Motto »Wir brauchen Eure Hilfe« mitgeschickt. 

Durch die Arbeit von AntifaschistInnen wurden sowohl die MZ-Büroräume als auch der Vertrag mit der Druckerei gekündigt. »Erneut standen wir vor dem Nichts, kratzten die letzten Gelder zusammen und beauftragten ein Makler-Büro mit der Suche nach geeigneten Geschäftsräumen (...) In Düsseldorf fand sich nichts. (...) In einer Kleinstadt (...) um Düsseldorf (...) konnten wir (...) ein stark restaurierungs- und renovierungsbedürftiges Gebäude (…) ab dem 15. Oktober anmieten.« Die notwendigen Instandsetzungskosten sollen 30.000 DM betragen. Damit scheint der finanzielle Kollaps des Projektes einherzugehen: »Dies übersteigt bei weitem die finanziellen Möglichkeiten von uns. Wir haben für die »Modernen Zeiten« (...) unser gesamtes erspartes Geld investiert, und sogar bei unseren vorherigen Arbeitsstellen gekündigt. Wir setzten alles auf die »Modernen Zeiten«, und nur durch die linke Antifa darf das (...) Unternehmen nicht am Ende sein«. 

Die Büroräume in Düsseldorf sind tatsächlich gekündigt worden und die gute Arbeit der Antifa war daran nicht unschuldig, der endgültige Räumungstermin ist Ende März dieses Jahres. Lange Zeit wurden jedoch die alten Räume noch weiter benutzt. Die neuen Büroräume im Süden von Düsseldorf sind inzwischen bezogen. Angeblich wurde der erste Spendenaufruf befolgt und die Renovierung der Räume möglich. Da aus der Szene aber noch viel mehr rauszuholen ist, wurde gleich nochmal auf die Tränendrüse gedrückt und der Spendenaufruf erneuert.

Erste Profit-Vorwürfe

Bei »Skull-Records« von den Brüdern Oliver Schaffelhunber und Roland Schaffelhuber aus Bad Überlangen habe man angeblich inzwischen erkannt, dass sie nur den "Profit" im Auge hätten. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis das auch bei »Moderne Zeiten« erkannt würde. »(...)einer der wenigen, die mit Skull noch Geschäfte machen«, meinte hierzu beispielsweise der Neonazi Andreas Gängel von "ESV-Records" aka vom "Endsieg-Verlag" aus Bruchsal. Bleibt abzuwarten, ob die Zeiten vorbei sind, in denen »Hinterwäldler« in instand gesetzten Büroräumen davon träumen, eine Zeitung zu machen, geschweige denn die Welt neu zu ordnen.

Das "Moderne Zeiten" Netzwerk: Personal und Projekte

- Andreas Zehnsdorf (Hattingen) tritt für „Moderne Zeiten“, „MZ-Vertrieb“, „Dorfmusik“, „Funny Sounds“, „LER & Partner“, „Creative Zeiten“ - oft auch im Impressum - auf. Er agiert als Geschäftsführer des Musikvertrieb "Funny Sounds and Vision" (Langenfeld). Er ist (Mit)Herausgeber von „Querschläger“, „Frontal“ und „Moderne Zeiten“ (V.i.S.d.P.) und Mitinhaber der »Creative Zeiten GmbH« (»CZ GmbH«); Betreiber vom "Verlag Andreas Zehnsdorf" (VAZ), Autor in dem DL-Blatt »Düsseldraht« und Sohn des FAP-Funktionärs Axel Zehnsdorf. Dies dürfte den Start von dem »Querschläger« als Mitteilungsblatt des FAP-Kreisverbands Essen erklären.
 

- Torsten Lemmer (Düsseldorf) ist Ex-REP; Ex-FWG-Fraktionsgeschäftsführer ("Freie Wählergemeinschaft Düsseldorf"); jetzt in den Kreisen der "Deutsche Liga" unterwegs, Ex-Manager von „Störkraft“, Geschäftsführer der »CZ GmbH«; Ex-Mitherausgeber „Moderne Zeiten“ und bei „Funny-Sounds“.

- Christian Eitel (Düsseldorf) war ebenfalls in den Kreisen der "Deutschen Liga" und der FWG aktiv, Gesellschafter der »CZ GmbH«, „Moderne Zeiten“.

- Kurt Winter (Düsseldorf) ist Mieter der Geschäftsräume vom MZ-Büro, Ex-Büro der FWG, Vorsitzende „Konservatives Forum Düsseldorf“; Gemeindevorsteher der Dt. Unitarier Religiosgemeinschaft Düsseldorf, Eigentümer des Verlags »Mehr Wissen« und des »Lebenskundeverlags«, „Moderne Zeiten“ V.i.S.d.P. Nr. 3/4).

- Willi Schobert macht offiziell den „MZ-Vertrieb“ und ist "Moderne Zeiten" V.i.S.d.P. Nr. 5/6+7/8

- Jörg Petritsch zählt zum Kreis um „Dorfmusik“ und ist Sänger bei "Störkraft“

- Volker Grüner zählt zum Kreis um „Dorfmusik“ und war früher Gitarrist bei “Störkraft“

- Klaus »Steve« Martin zählt zum Kreis um „Dorfmusik“ und war früher Schlagzeuger bei “Störkraft“

- Stefan Rasche (Düsseldorf) ist "Security" und z.T. Aushilfsmusiker bei „Störkraft“ und tritt besonders bei Interviews als eine Art "Gesicht der Band" hervor.

- Marc Peters (Düsseldorf) ist „Dorfmusik“-Gesellschafter, Akteur der FWG, zeitweilig JN-Schatzmeister in NRW und verantwortlich für JN-Schülerzeitung »Reflex«

- Manfred Rouhs ist Herausgeber von „Europa Vorn“ (EV), aktiv für die"Deutsche Liga" und Stadtrat in Köln, Ex-JU und Ex-Landesvorsitzender der JN in NRW; Ex-Teilhaber an der »LER und Partner GmbH« 

Anmerkung zum Label „Dorfmusik“/„Funny-Sounds“:

Das Label »Dorfmusik« ist inzwischen durch das Label »Funny Sounds GmbH« bzw. die "Funny Sounds and Vision GmbH" bzw "Funny Sounds Records" weitestgehend abgelöst worden. »Dorfmusik« besteht vermutlich noch auf dem Papier und wird z.B. auf dem neuesten Spendenaufruf von MZ genannt. Alle Bands, die »Dorfmusik« aber mal unter Vertrag hatte wie „08/15“, „Monique“, „Rheinwacht“ (Ex-“Volkstroie“) haben inzwischen einen Vertrag bei »Funny Sounds«. Die GmbH ging von Düsseldorf nach Langenfeld - der Chef ist ein weiteres Mal Torsten Lemmer, dazu kamen offiziell Andreas Zehnsdorf und Jan Zobel in die Firma. 

Der mangelnde Erfolg von »Dorfmusik« lässt sich daraus ersehen, dass sie außer Luftblasen in »Moderne Zeiten« bisher nichts kam. Selbst "Störkraft" hat sich nicht darauf eingelassen, ihre Platte(n) auf ihrem eigenen Label »Dorfmusik« zu produzieren und sind bei „Rock-O-Rama“ geblieben. Dem Sänger von „Störkraft“, Jörg Petritsch sind offenbar nunmehr auch einige Leute weggerannt.

Kommt ein Ableger von „Moderne Zeiten“?

Laut einer Veröffentlichung in der »ZAP« hat Sven A. (Düsseldorf) ehemals bei »Moderne Zeiten« mitgemacht und betreibt jetzt einen eigenen Versandhandel/Label in Ratingen. Neben Platten des einschlägigen Labels »Skull« und von „Moderne Zeiten“ war man auch bemüht, normale Musik ins Angebot zu bekommen. „Moderne Zeiten“ bestreitet die Aussage der ZAP-Veröffentlichung.

(Danke für Material und Mitarbeit geht an: ABiDoZ, TERZ und andere Leute aus Düsseldorf und Wuppertal.)

  • 1

    Bonehead als eigener Begriff für Neonazi-Skinheads in Abgrenzung zum "Traditional Skinhead" mit unpolitischen "Oi" für Punks und Skins der Arbeiterklasse.

  • 2

    Von Juni 1993 bis April 1994 als „Creative Zeiten Verlag und Vertrieb GmbH“ (HRB 29723) mit Torsten Lemmer, Christian Herrmann Josef Eitel und Manfred Rouhs in Düsseldorf, dann Verlegung nach Langenfeld mit Torsten Lemmmer, Andreas Zehnsdorf und Jan Zobel (HRB 3029).

  • 3

    Die "Dorfmusik GbR" war 1992 als Label im Umfeld der RechtsRock-Band "Störkraft" gegründet worden.

  • 4

    "Ragnaröck" entstand 1997 im Umfeld der NPD-Hochschulgruppe NHB.