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„Find and kill the terrorist“ - Neonazi-Angriffe am 1. Mai in Prag

Einleitung

Bis zu 60 Neonazis folgten dem Aufruf eines exponierten tschechischen Neonazis, sich am 1. Mai 2026 im Prag einzufinden. Man wollte dort ein Zeichen gegen die „terroristische Antifa“ setzen und nahm das 30-Jährige Bestehen tschechischer Antifa-Gruppen zum Anlass, das dort u.a. mit einem Festival gefeiert wurde. Bereits im Zuge einer Kundgebung vor dem Veranstaltungsort suchten die angereisten Neonazis die Auseinandersetzung. Später in der Nacht überfiel eine Gruppe Neonazis Punks auf dem Nachhauseweg und verletzte eine Person schwer.

Prag 1 Mai 2026

Zusammenkunft der Neonazis in der Nähe der antifaschistischen Demonstration in der Innenstadt Prags.

Schon ein paar Monate vor dem 1. Mai machte der tschechische Neonazi Filip Vávra über seine Kanäle in den sozialen Netzwerken mobil. Er könne nicht verstehen, wie eine Gruppe wie „die Antifa“ in Tschechien ein Festival ausrichten könne, während „die Antifa“ etwa in den USA als terroristische Gruppierung verfolgt wird.

Vávra ist kein Unbekannter. Seine Aktivitäten in der organisierten Neonazi-Szene Tschechiens reichen bis in die 1990er Jahre zurück. Damals spielten vor allem Neonazi-Skinheads um Organisationen wie „Blood & Honour“ (B&H) und „Hammerskin Nation“ eine zentrale Rolle in der Durchführung größerer RechtsRock-Konzerte. Die Neonaziszene der 1990er Jahre galt auch in Tschechien als enorm gewalttätig. In einem 2010 geführten Interview beziffern tschechische Antifaschist*innen die Zahl der Todesopfer durch rechte Gewalt auf 25. Nachdem die „Hammerskins Bohemia“ in Tschechien um 2000 aus den eigenen Reihen aufgelöst wurden und B&H als Organisationsname verschwand, fand sich die Szene unter dem Banner von „Národní odpor“ (NO, „Nationaler Widerstand“) ein, um Konzerte und Aufmärsche zu organisieren.

Filip Vávra war damals, mit Anfang 20, Mitgründer von NO in Prag. Zum Zeitpunkt war er bereits bekannt für Gewalttaten. So soll er bei Angriffen auf eine Bar der schwulen Szene und auf eine Synagoge beteiligt gewesen sein. Sein Aktivismus bei NO war jedoch nur von kurzer Dauer, denn bereits 2002 zog er sich aus der Führungsriege der Organisation zurück. 

Vávra tauchte seitdem immer wieder in der extremen Rechten auf. Mal als Politiker, dann als Buch-Autor und ab 2017 als Kopf der rechten Nachrichtenseite „Středoevropan“. 2020 veröffentlichte er als Liedermacher ein Solo-Album und schien vor allem von seiner nicht ganz unstrittigen Reputation in der Szene Kraft zu schöpfen. In den sozialen Netzwerken präsentiert er sich in unzähligen Beiträgen als Sportler und Aktivist und scheint dabei von dem Drang nach Selbstdarstellung getrieben. Immer wieder will er mit seinen Beiträgen sichtbar machen, dass er noch zur Szene gehört. Etwa durch das Veröffentlichen von Bildern mit Ed Wolbank, Gründungsfigur der Hammerskins in den USA und Musiker der RechtsRock-Kultband „Bound for Glory“, den Vávra 2023 auf seinem Tschechien-Besuch begleitete. Allerdings halten sich szene-intern auch die Gerüchte, dass er ein Polizei-Spitzel sein soll.

Seine Reichweite – nicht mal 1500 Follower auf Instagram – nutzt Vávra, um für rechte Kundgebungen zu werben und um Proteste gegen linke Demonstration zu mobilisieren. Die Kundgebung gegen das „AFA-Fest“ am 1. Mai 2026 in Prag-Smichov hatte er offenbar selbst angemeldet. Man wolle keine „Antifa Terroristen“ in Prag und gegen die „Präsenz linker Extremisten“ protestieren. Schon im Vorfeld besuchte Vávra den Veranstaltungsort des „AFA-Fest“, das antifaschistische Kulturzentrum „Eternia“, drehte dort Kurz-Videos und sorgte damit für Feindmarkierung. 

Angriffsversuche 

Am 1. Mai selbst fand sich gegen Mittag eine Gruppe von bis zu 50 Neonazis in der Prager Innenstadt in der Nähe des Nationaltheater ein, um gemeinsam die antifaschistische Mai-Demonstration zu stören. Nachdem die Neonazis dort nicht so recht an die Demonstrierenden heran kamen, machten sie sich nach Prag-Smichov auf, trafen sich dort am Verkehrsknotenpunkt Na Knížecí, um von dort zur Kundgebung vor dem „Eternia“ zu laufen. Kaum hatte Vávra die Versammlung gegen 14 Uhr eröffnet, eskalierte auch schon die Situation. Nach einigen Beschimpfungen und Drohgebärden, setzten sich die Neonazis in Richtung des Eingangsbereichs des Kulturzentrums in Bewegung und versuchten die dort anwesenden Antifaschist*innen anzugreifen. Steine, Flaschen und Straßenschilder flogen, bis die anwesenden Polizeikräfte eingriffen und die Neonazis zurück drängten, wenn auch eher unmotiviert. Die Kundgebung war damit Geschichte, was blieb war eine kaputte Scheibe am „Eternia“ und ein verletzter Neonazi. Die angereisten Neonazis verließen den Bereich in Richtung des belebten Zentrums des Stadtteils und fanden sich in kleineren und größeren Gruppen in den Kneipen und auf dem Markt ein – dort wo die antifaschistische Demonstration entlang führen sollte.

Nachdem die Demonstration, der sich bis zu 1000 Menschen angeschlossen hatten, die Brücke nach Smichov überquert hatte, begann eine Art "Katz-und-Maus-Spiel". Die Neonazis versuchten, teils erfolgreich, nah an die Demonstration heran zu kommen. Während sich ein paar Neonazis damit zufrieden gaben, die Demonstrierenden am Rand zu provozieren – durch das Tragen von Szenebekleidung mit „Anti-Antifa“-Motiven, Shirts des deutschen Neonazi-Kampfsportformats „Kampf der Nibelungen“ oder durch penetrantes Filmen – verschanzten sich über ein dutzend Neonazis in den Hof einer Kneipe an der Hauptstraße. Vermummt und in Kampfpose wollte man offenbar einen Hinterhalt stellen, der durch aufmerksame Antifaschist*innen frühzeitig erkannt und durch die anwesenden Polizeikräfte letztlich verhindert wurde. Nach weiteren kleinen Provokationen endete die Demonstration in der Nähe des „Eternia“.

Die Neonazis verschwanden danach nicht, sondern setzten sich in den nahen Kneipen fest, dort wo sie zuvor versucht hatten Antifaschist*innen anzugreifen. Zu diesem Zeitpunkt lief das „AFA-Fest“ ohne Störungen, jedoch mit Polizeischutz. Nur eine Bombendrohung unterbrach die Konzerte kurzzeitig, da das Gelände evakuiert werden musste. 

Hinterhalt 

Kurz nach 22 Uhr versuchten Neonazis erneut die Antifaschist*innen im Eingangsbereich des Veranstaltungsortes anzugreifen. Vermummt aus Richtung der Vyšehrad-Brücke kommend, die über die Moldau führt, wurden die rund fünfzehn Neonazis jedoch früh gesichtet und davon abgehalten, Schaden zu hinterlassen. Sie zogen unverrichteter Dinge in die Seitenstraße ab.

Am nächsten Morgen wurde dann bekannt, dass Neonazis auf der Vyšehrad-Brücke, die nur von der Bahn befahren und nur zu Fuß genutzt werden kann, Besucher*innen des „AFA-Fest“ aufgelauert und einen Antifaschist schwer verletzt haben. Die Bilder des Schwerverletzten, der u.a. Musiker der deutschen Punk-Band „Abbruch“ ist, kursierten schnell in den sozialen Netzwerken. Auch die Neonazis verbreiteten die Bilder, sowie ein Video von dem Angriff, in dem die Silhouetten der Angreifer zu sehen und die Hilfeschreie des Angegriffenen. Die Verbreitung des Videos diente vor allem der Erniedrigung.

Das Video – mittlerweile wieder gelöscht - wurde zuerst auf einer Facebook-Seite hochgeladen, die bis kurzem vor allem Memes und andere Grafiken verbreitete, die zum Kampf gegen „die Antifa“ aufriefen. Einen Tag vor der antifaschistischen Demonstration in Prag folgten Bilder vom Eingangsbereich des Veranstaltungsorts des „AFA-Fest“, sowie Bilder von Personen, die als Antifaschist*innen markiert wurden. Besonders auffällig sind die auf der Seite veröffentlichten Bilder, die offenbar von der Brücke unmittelbar neben dem Kulturzentrum „Eternia“ aufgenommen wurden, während die Demonstration darunter durchführte. Zum Zeitpunkt war auf dieser Brücke nur ein Neonazi zu erkennen, wie er von oben die Demonstrierenden bespuckte und mit dem Handy Fotos schoss. Bei der Person handelte es sich um den bekannten tschechischen Neonazi Vlastimil Pechanec.

Alter Hass 
 
Pechanec verbrachte bis 2014 eine mehrjährige Haftstrafe, u.a. wegen des Mordes an einem Angehörigen der Sinti*zze und Rom*nja-Gemeinschaft 2001 in Svitavy. Nach seiner Haftentlassung führte er seine Szene-Aktivitäten fort und war für die extrem rechte Partei „Dělnická Strana Sociální Spravedlnosti“ (DSSS) tätig. 2016 half er als Vertreter der Partei auch der NPD (heute „Die Heimat“) beim Wahlkampf in Berlin. Wenig später trat er als Kandidat bei den Kommunalwahlen für die DSSS an. 

Wie viele der am 1. Mai anwesenden Neonazis gehört Vlastimil Pechanec zur extrem rechten Ultra-und Hooliganszene des Prager Fußballvereins AC Sparta. Neben verschiedenen Kneipen gehört auch der Neonazi-Laden „Right Store“, unweit des Stadions des Vereins, zu den Treffpunkten der Szene. Von dort stammen auch diverse Bekleidungsartikel, die sich bei den Neonazis am 1. Mai in Prag Beliebtheit erfreuten. Etwa Shirts und Masken mit dem Schriftzug „White Brothers“, eine Art Eigenmarke des „Right Store“, aber auch „Anti-Antifa“-Shirts, die anlässlich des 30-Jährigen Bestehens tschechischer Antifa-Gruppen gefertigt worden. U.a. der Schriftzug „find and kill the terrorist - Anti-Antifa“ war auf der Rückseite dieser Shirts zu finden – ein unverhohlener Mordaufruf. 

Ein älterer Neonazi, der sich an den Aktionen rund um den 1. Mai beteiligte, präsentierte ein Tattoo am Knie, dass das Logo der aus Russland stammenden Neonazi-Kampfsportmarke „White Rex“ zeigt. Er ist eines der Model für die Produkte des „Right Store“. Auch der Anmelder der Neonazi-Kundgebung vor dem „Eternia“, Filip Vávra, ist mit dem Laden verbunden. Erst im Februar 2026 lud er in den sozialen Netzwerken dazu ein im „Right Store“ zu erscheinen, um seine Petition zur Gründung einer eigenen politischen Partei zu unterschrieben. Dass er von geplanten Gewalttätigkeiten am 1. Mai gegen Antifaschist*innen nichts gewusst habe, ist nicht glaubhaft. Vávras Feindmarkierung und das Framing antifaschistischer Gruppen als „Terroristen“ half maßgeblich dabei, neonazistische Gewalt zu legitimieren. Auch seine im Vorfeld auf Social Media veröffentlichten Videos, die ihn beim Kampfsport-und Messertraining zeigen, müssen im Kontext der versuchten und durchgeführten Angriffe betrachtet werden.  

Die nach Prag-Smichov angereisten Neonazis mögen zwar im Verhältnis zu den Antifaschist*innen personell eher schlecht aufgestellt gewesen sein, das Gewaltpotential und die Kompetenz Gewalt auszuführen, war hingegen beachtlich. Nicht zuletzt konnte unter den Anwesenden auch Tomáš Kebza ausgemacht werden, der sich während der Neonazi-Kundgebung vor dem „Eternia“ im Hintergrund hielt. Er zählte einst zu den bekanntesten tschechischen Neonazis, nicht nur weil er schon Ende der 1990er Jahre für die extreme rechte Partei SPR-RSČ kandidierte, sondern aufgrund der Vielzahl rechts-motivierter Angriffe und seiner Rolle in der Publikation antisemitischer Texte. Anfang der 2000er Jahre saß er wegen eines Messerangriffs auf einen Angehörigen der Sinti*zze und Rom*nja-Gemeinschaft in Haft, kurz nach seiner Freilassung 2003 griff er einen Antifaschisten an. Kebza führte dabei wieder ein Messer bei sich. Ende der 2000er Jahre saß er erneut auf der Anklagebank, aufgrund eines Aufmarsches in Brno, den er mit NO organisiert hatte. Die TeilnehmerInnen des Aufmarsches hatten den Nationalsozialismus verherrlicht, stellte das Gericht fest und verurteilte u.a. Kezba zu einer Haftstrafe. Bis Mitte der 2010er Jahre folgten Durchsuchungen, Ermittlungen und Prozesse gegen NO, von denen auch Kebza betroffen war. Aufgrund der staatlichen Repression und interner Streitigkeiten, aber auch wegen des öffentlichen Drucks, den antifaschistische Gruppen auf die Szene ausübten, fiel es den organisierten Neonazis in den letzten zehn Jahren schwer, öffentlichkeitswirksame Strukturen aufzubauen.
 
Einige Neonazis, wie die NO-Führungspersonen Lukáš Rod, Vilém Farkáč und Martin Franěk, verdingten sich im Kampfsport. Im Falle von Rod wurde gar ein tschechisches Kampfsport-Team gegründet, dass die russische Neonazi-Marke „White Rex“ auf Turnieren der Szene repräsentierte. Delegationen tschechischer Neonazi-Kampfsportler fanden sich international auf Formaten wie dem „Kampf der Nibelungen“ ein und bauten in ihrem eigenen Land das „Virtus et Honor“-Turnier aus, das 2025 zum vierten Mal unter konspirativen Umständen in Olomouc ausgerichtet werden konnte. Vor Ort waren auch rund 20 Neonazis aus Österreich, die zur Unterstützung der Kämpfer vom Team „Alpen-Donau Boxing“ zum Kampfsport-Event angereist waren. 

Die Wiener Connection

Im März 2025 in Olomouc, wie auch am 1. Mai 2026 in Prag, fiel eine Person ins Auge: Bernhard B. Er gehört in Österreich der extrem rechten Gruppe „Tanzbrigade Wien“ an, die ideologisch von Alt-Neonazis wie Gottfried Küssel geschult wurden. „Nationalisten mit Wiener Beteiligung schauen nach AFA“ kommentiert die Gruppe ein Bild auf ihrem Social Media-Kanal, das eine Gruppe Neonazis am 1. Mai im Prager Stadtteil Smichov zeigt. Ein paar Tage später veröffentlicht auch die „Division Wien“ – der Nachwuchs der „Tanzbrigade Wien“ – eine Collage mit Gruppen-Bildern aus Prag. Ein Bild ist besonders pikant: es zeigt eine Aufstellung teils vermummter Neonazis am Aufgang zur Vyšehrad-Brücke, dort wo in der Nacht des 1. Mai bekanntermaßen ein Antifaschist von Neonazis schwer verletzt wurde.

Um die zehn Neonazis aus Österreich beteiligten sich an den Aktionen in Prag. Nach der Teilnahme an der Kundgebung vor dem „Eternia“ fand sich die Gruppe in einer nahen Kneipe ein. Ein Bild aus den sozialen Netzwerken zeigt u.a. Bernhard B. in Selfie-Pose mit dem tschechischen Neonazi Vlastimil Pechanec. Auf dem Bild auch zu sehen sind u.a. Markus K. im Rollstuhl und Felix „Whitey“, der über Kontakt ins alte Wiener „Blood & Honour“-Milieu verfügt.     

Die gute Verbindung der österreichischen Szene nach Tschechien ist nicht neu. Besonders zur extrem rechten Hooliganszene bestehen enge Kontakte. So eng, dass die Österreicher mittlerweile mit einem eigenen Banner („Wien on Tour“) bei den Spielen von AC Sparta Präsenz zeigen dürfen. Bernhard B. und u.a. sein Wiener Kamerad Noah G. sollen sogar für die Hooligangruppe „Prague Boys“ an Ackerkämpfen teilnehmen. „So oft SH wie heute, ich glaub das hab ich noch nicht einmal auf RAC-Konzerten gehört“, resümiert der Braunschweiger Neonazi Johannes Welge einen Ausflug mit Bernhard B. Ende Mai 2024 zu einem Spiel von AC Sparta in Prag. „SH“ ist die Abkürzung für „Sieg Heil“, „RAC“ steht für „Rock Against Communism“, eine szene-eigene Bezeichnung neonazistischer Musik.

Die Anhänger der „Tanzbrigade Wien“, wie dessen Nachwuchs „Division Wien“, knüpfen an die Tradition der Wiener Neonazi-Szene an, sich auch in Richtung Osteuropa zu orientieren. Einflussreiche Personen aus den alten Strukturen um „Alpen-Donau Info“, etwa Paul B. und der im Mai 2025 verstorbene Thomas C., besuchten regelmäßig Fußballspiele befreundeter Fangruppen in der Slowakei. Ihr politischer Ziehvater Gottfried Küssel unterhielt bereits in den 1990er gute Kontakte zur Neonazi-Szene in Tschechien, Ungarn und in der Slowakei.

Ihre Zugehörigkeit zur Hooliganszene präsentierten Paul B. und Thomas C. freizügig im tschechischen Brno im Juni 2022, als dort u.a. die deutsche RechstRock-Kultband „Endstufe“ spielte. Ihren Shirts entledigt kamen dort entsprechende Tattoos zum Vorschein, u.a. eines mit dem Schriftzug von „Eisern Wien“ auf der Brust von Paul B.

Solidarität 

Der zweite Tag des „AFA-Fest“ am 2. Mai 2026 verlief ruhiger. Es seien kleinere Gruppen im Stadtteil unterwegs, hieß es. Bemerkbar machten sich die Neonazis nur mit einer erneuten Bombendrohung, die das Festival kurzzeitig unterbrach. 

Für die tschechische Neonaziszene können die Aktionen am Wochenende des 1. Mai keinen Erfolg bedeuten. Es ist schließlich ein leichtes, mit gewalterfahrenen Hooligans ein Bedrohungsszenario aufzubauen und Antifaschisten aus dem Hinterhalt in Überzahl anzugreifen. Die antifaschistische Demonstration und das „AFA-Fest“ verhinderten sie dadurch nicht.

Die Drohgebärden und (versuchten) Angriffe erinnern allerdings daran, dass das Veranstalten antifaschistischer Konzerte und Demonstrationen durchaus Konsequenzen haben kann. Die länderübergreifende Zusammenkunft alter und neuer Neonazis zeigt zudem einmal mehr, dass sich Gegebenheiten, je nach Dynamik, verändern können. Ein Blick auf die lokalen Strukturen bleibt notwendig und eine internationale, solidarische Vernetzung unumgänglich. Besonders in Zeiten, in denen der Rechtsruck voran schreitet und antifaschistische Gruppen kriminalisiert werden.       

Unterstützt den angegriffenen Antifaschisten finanziell! 
Sowohl die physische als auch die psychische Genesung wird einiges an Geld in Anspruch nehmen:

https://gofund.me/498fbc459

https://www.paypal.com/paypalme/AbbruchRecords (Betreff "Unterstützung für Atze")