AIB
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2.2008
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21.6.2008
»Das eigene Leid begreift man nicht.« (1)
Die kritische Rezeption von Fred Wanders Erzählung »Der siebente Brunnen« rückt die Holocaust-Erfahrung des Autors als wesentliche Komponente für Lektüre und Verständnis des Textes in den Vordergrund. Obwohl der Erzähler der Geschichten namenlos bleibt und damit nie explizit mit dem Autor des Textes in Verbindung gebracht wird, deutet die Überlappung der Erfahrungen des Erzählers im »l’univers concentrationnaire« und Wanders eigener Geschichte in Auschwitz, Buchenwald und anderen Lagern auf eine referentielle Beziehung, die der Leser beim Lesen berücksichtigen muß. In Rezensionen und